Ziegen-und Ährenstadt
Vor
vielen,vielen Jahren gab es am Südchineseschen Meer einen Ort namens
Chuting,dies war Vorläufer von Guangzhou.Einmal kam es zu
einer Mißernte,weil der Sommer zu trocken gewesen war.Die Leute beteten
zum Himmel,was fünf Tottheiten rührte.Sie kamen auf Ziegenböcken,die
eine Reisähre im Maul trugen,vom Himmel herniedergeritten,ließen die
fünf Reisähren und Ziegenböcke verwandelten sich in Steinstatuen.die
Bauern streuten die Ähren auf die Äcker und brachten hernach Jahr für
Jahr eine gute Ernte ein.Deshalb hat Guangzhou die Beinamen Ziegenstdt
und Ährenstadt.
Guangzhou ist auch als die Heimat des Obstes bekannt.Die wichtigsten
Früchte sind Longane,Papaya,chinesischer
Strahlengriffel,Litchipflaume,Banane,Ananas und Orange.Die letzten vier
sind die vier berühmten Früchte aus Guangdong.
Guangzhou hat eine Gesamtfläche von 7434.6qkm,1443,6qkm davon entfallen
auf die Innenstadt.Die Stadt hat acht Stadtbezirke,ihr unterstehen eine
Stadt und drei Kreise.Sie hat 6,30 Mio.Einwohner,davon leben 3,94 Mio.in
der Innenstadt.Die Innenstadt von Guangzhou liegt auf 113Grad östlicher
Länge und 23 Grad nördlicher Breite.Die durchschnittliche
Jahrestemperatur ist 21,7 Grad Celsius,die durchschnittliche
Niederschlagsmenge bei 1983 mm pro Jahr.
Das Guangzhouer Stadtwappen zeigt das chinesische Schriftzeichen
Ziege,einen fünfzackigen Stern,einen goldenen Schlüssel aus Ähren sowie
Blüten des Kapokbaumes.Diese Zusammenstellung bedeutet,daß die
Guangzhouer mit dem goldenen Schlüssel dei Tür der Freundschaft öffnen
und freundschaftliche Kontadte zu anderen Landesteilen und zu den
Völkern der Welt suchen.Die grüne Blüten des Kapokbaumes
versinnbildlichen die zahlreichen Helden,die
Guangzhou hervorgebracht hat.
Guangzhou hat neun Partnerstädte in neun Ländern: Fukuoka(Japan),Los
Angeles(USA),Manila(Philippinen),Vancouver(Canada), Sydney(Australien),
Bari(Italien), Lyon(Frandreich), Frankfurt(Deutschland) und
Auckland(Neuseeland).
Das höchste Gebäude in Guangzhou ist das internatioale Hochhaus.Mit 83
Stockwerken ist es 300m hoch.Es ist ein Mehrzweck Gebäude mit einem
Hotel-,Appartment- und Bürokomplex.
Die Geschichte von Guangzhou
Guangzhou, Provinznamens Guangdong -,ist nach Hongkong die
größte,vitalste und modernste Stadt in Südchina.
Wann genau die Stadt Guangzhou gegründet wurde,ist in keiner Urkunde
verzeichnet.Doch man nimmt an,daß während der Herrschaft des
Reichseinigers Qin Shihuangdi(reg.221ß210 v.Chr.)hier eine erste
Militärgarnison errichter wurde,nachdem dieser sich den wilden,bis dahin
unerschlossenen Süden untertan gemacht hatte.Man nannte dieses erste
Militärlager Panzumund so mancher chinesische Beamte empfand es als
Strafe,an diesem unzivilisierten Ort seinen Dienst tun zu müssen.Im
2.Jh.n.chr.entglitten im tiefen Süden den Han-Kaisern vorübergehend die
Fäden der Macht,und so vermochte sich das autonome Königreich von Nanyue
etablieren,das in Guangzhou seine Hauptstadt errichtete.Schon zu dieser
Zeit entwickelte sich der Hafen im Perlfluß-Delta zum Ausgangspunkt der
Seidenstraße der Meere.Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich
Guangzhou zur blühenden Metropole.In der Tang-Zeit bestanden rege
Handelsverbindungen nach Indonesien,Südostasien,Indien und
Arabien.Bereits Anfang des 7.Jh.,noch zu Lebzeiten des Propheten
Mohammed,kam die Stadt erstmals in Kontadt mit dem muslimischen
Glauben.Hier entstand die erste Moschee auf chinesischem Territorium.
Zu Beginn des 16.Jh.fanden als erste Europäer die Portugiesen ihren Weg
nach Guangzhou und erhielten vom chinesischen Kaiser die Erlaubnis,auf
der Insel Macau,im Delta des Zhu Jiang,eine Niederlassung zu
gründen.Bald folgten die Engländer,die hier begeistert Tee
einkauften,und das exotische Gebräu zu ihrem Nationalgetränk erhoben.Als
sie indes begannen Opium in China zu verkaufen,kam es zum Eklat:Lin
Zexu,Gesandter des chinesischen Kaisers,ließ im Hafen von Guangzhou 20
000 Kisten britischen Opiums in Flammen aufgehen.Der Zwist führte,wie
wir wissen,schließlich 1842 zum ersten der Ungleichen Verträge,dem
Vertrag von Nanjing.Die Guangzhouer Insel shamian wurde
Konzessionsgebiet der Briten und Franzosen.Während des zweiten
Opiumkrieges wurde die Stadt 1856 weigehend zerstört.
Die starke Präsenz der Ausländer in Guangzhou seit dem 16, Jh.schürte
den Widerstand in der
Chinesischen Bevölkerung und nationalistische Tendenzen.Guangzhou
entwickelte sich zur chinesischen Wiege der Revolution.Sowohl der
Anführer der Taiping-Rebellen,Hong Xiuquan(1814-64),als auch Sun
Yat-sen,stammen aus der Umgebung Guangzhous.1911 initiierte Sun Zat-sen
in der Stadt einen der bedeutendsten Aufständer gegen die Qing.
Ebenfalls unter der Leitung Suns wurde die Stadt in den 20er Hahren von
Grund auf modernisiert.Die alte Ming-zeitliche Stadtmauer wurde
abgerissen,Kanäle,auf denen zahlreiche Familien,ähnlich wie heute noch
in Hongkong auf Booten hausten,zugeschütrer un breite befestigte Straßen
und Parks angelegt.1924 erfolgte mit Hilfe sowjetischer Berater der
Aufbau der Whampoa-Militärakademie,deren militärischer Leiter Chiang
Kai-shek und deren politischer Leiter Zhou enlai hieß.Ein Jahr später
gründeten die Kommunisten in der Stadt das Institut der
Bauernbewegung,eine ihrer wichtigsten Kaderschulen,deren Leitung 1926
Mao Zedong übernahm.1927,als sich die Kommunisten mit der Guomindang
überwarfen,kam es in der Stadt zu schweren Straßenkämpfen,die Tausende
Todesopfer forderten.
Ender der 70er Jahre gehörte Guangzhou zu den ersten Städten in
China,die in den Genuß der liberalisierten Dwirtschaftspolitik kamen.An
der Grenze zu den Kolonien Hongkong und Macau wurden die
Wirtschaftssonder zonen Shenzhen und Zhuhai gegründet,der Kapitalismus
trainiert.Auch Guangzhou profitierte bald von seinem Überseehafen und
der Nähe zu Hongkong.Heute ist die Vier-Milionen-Stadt ein pulsierendes
Handels-und Industriezentrum.
Sehenswürdigkeiten in Guangzhou
Shamian
Ihr Name bedeutet Sandstück.
Perlfluß-Insel,tatsächlich war sie bis zum 16,Jh.nicht mehr als eine
öde kleine Sandbank.Nach 1842 machten die Kolonialmächte Shamian zu
einer kleinen europäischen Enklave.Die Ufer der ehemaligen Sandbank
wurden befestigt und Brücken zum Festland errichtet,die Chinesen nur mit
Sondergenehmigunhg passieren durften.Erst 1949 mit ausrufung der
Volksrepublik fiel shamian an China zurück.Heute strahlt die Insel mit
ihren altehrwürdigen Kolonialbauten und den majestätischen Bäumen einen
morbiden Charme aus.In den ehemaligen Konsulaten und Handelshäusern sind
nun Privatwohnungen und Büros untergebracht,am westlichen Ende thront
der Turm des White-Swan-Hotels.Heute trenntsie nur noch ein schmaler
Kanal vom Festland,so daß sie kaum mehr als Insel auszumachen ist.Es
bietet den reizvollsten Einstieg in die wechselhafte Geschichte der
Stadt.Als sich England und Frankreich den dauerhaften Zugang nach
Guangzhou erbombt hatten,bot der Gouverneur ihnen 1859 das sandige
Eiland an,das der Stadt als Müllabkadeplatz diente und als Ort mit
besonders schlechtem Fengshui galt.Darin mag ein Schuss Jäme und
beabsichtigte Demütigung gelegen haben,aber zur Überraschung der
Chinesen nahmen die Ausländer das Angebot an.Sie grenzten das Gebiet,das
sie Shameen nannten,mit einer Mauer ab,füllten das Areal mit Erdreich
auf und schufen eine 868 m lange und 290m breite Insel,die sich nun
schnell mit Residenzen,Banken,Konsulaten und den obligaten Clubs
füllte.Vier Fünftel der Erschließungskosten waren von den Briten
getragen worden,während die Franzosen sich auf dem restlichen Fünftel
niederließen.Chinesen ohne Sondergenehmigung wurden ausgeschlossen.Wer
heute durch die Straßen von Shamian spaziert,befindet sich noch immer in
einer anderen Welt,die durch zahlreiche reizvolle alte Gebäude im
britischen Kolonialstil,prächtige Villen und baumbestandene Alleen
geprägt wird,shamians Bund,der British Bund,wie er genannt wurde,war die
heutige Shamian Nanjie.Weiter südlich entstellt heute eine Hochstraße
zum White Swan Hotel.
Tempel der Sechs Banyanbäume
wurde im Hahr 537 gegründet.Seinen Namen erhielt er,nachdem die sechs
Banyan-Bäume,die früher auf dem tempelgelände wuchsen,den
Song-zeitlichen dichter Su Dongpo bei seinem Besuch im Jahr 1100 zu
einem Vers und einer Kalligrafie inspiriert hatte.Alte Schriften
belegen,daß die Anlage im frühen 10,Jh.niederbrannte,989 aber von
Mönchen der buddhistischen Chan-schule wieder aufgebaut wurde.Seinen
heutigen Namen verdankt der Komplex dem berühmten Song-Dichter Su Dongpo。Er
besuchte den Tempel 1100 und war fasziniert von den wunderschönen
banyan-Bäumen im Hof. Banyan-Bäume sind seit jeher beliebte Bäume
gewesen,die man bevorzugt zur Beschattung vonTempel-Öfen
anpflanzte-nicht zuletzt,weil auch Buddha unter einem Pappelfeigenbaum
erleuchtet wurde.Sie inspiriert ihn zu der Kalligraphie Liu Rong,deren
Kopie heute über dem Tempelportal hängt.Im 11.Jh begannen die Mönche des
Liurong Si mit dem Bau einer neunstöckigen,57 m hohen Pagode,die zum
Wahrzeichen der Stadt Guangzhou wurde.Ihr offizieller Name lautet zwar
Pagode der 1000 Buddhas,der Volksmund nennt sie jedoch aufgrund ihrer
farbenfrohen Verzierungen Blumenpagode(Hua Ta).der Aufstieg über die
schmalen Stufen ist etwas beschwerlich,aber belohnt mit einem weiten
Blick über die Stadt.Die Große Halle des Liurong si,erst in den 80er
Jahren des 20.Jh.nach altem Vorbild rekonstruiert,birgt drei 6 m hohe
Buddha-Statuen aus Messing von 1633:Shakyamuni(Mitte),Maitreya(rechts)
und Amitabha(linds).An den Garten im Schatten der Banyan im Süden,wo
einst die berühmten sechs Bäume standen und heutige einige ihrer
Nachfolger Schatten spenden,grenzt die Halle des Sechsten
Patriarchen.Sie beherbergt die Statue des Mönches Huineng,des 6.
Nachfolgers Bodhidharmas.das 1,8 m hohe Bronzebildnis von 989 zeigt den
Mönch in tiefer Meditation.Im südlichen Teil des Tempels,in der Galerie
der Steintafeln,ist in Stein gehauen,die Geschichte des Tempels
niedergeschrieben.Hier findet sich auch ein Bildnis des Dichters Su
Dongpo,dargestellt mit Hut und Bambusstab.-Heute ist der Tempel Sitz der
Buddhistischen Vereinigung von guangzhou und wird täglich von vielen
Gläubigen besucht,die vor allem in den Ahnenhallen im hinteren Bereich
des Tempels ihren verstrobenen Familienangehörigen Opfergaben
darbringen. Beeindruckend sind die drei gewaltigen,6 m hohen
Buddha-Statuen in der Mahavira-Halle.Sie wurden in der nahe gelegenen
Stadt Foshan 1663 in Bronze gegossen und wiegen je 10 t.Die linke
Statue stellt Buddha Amithaba dar,dessen Handgeste die Pilger in das
Westliche Paradies,dessen Hüter er ist,einlädt.In der Mitte steht
shakyamuni,der historische un Buddha dieses Zeitalters,dessen Handgesten
für die Predigt und Unterdrückung von Dämonen,die die Predigt
stören,stehen.Und die rechte Skulptur stellt den Buddha der Zukunft
Maitreza in Meditationshaltung dar.Eine weitere Attraktion des
Tempels,heute der Sitz der Buddhistischen Gesellschaft Guangzhous,ist
die rund 57 m hohe Blumenpagode(Hua Ta),die von außen neun Stockwerke
aufweist,innen aber aus 17 Ebenen besteht.Gekrönt wird sei von einem
1358 gegossenen Bronzestab,der von tausend Buddha-Statuetten geziert
wird.Wenn es nicht allzu diesig ist,hat man von oben einen schönen
Ausblick über die Stadt und das umliegende ehemalige Tartarenviertel,ein
Bereich,den die Mandschuren 1644 als Wohngebiet requiriert hatten.
Ahnentempel der Familie Chen
Eine der wichtigsten Ahnenhallen der Region. In der Reihe der vielen
Tempelanlagen,die man vermutlich im Laufe der Chinareise besucht,stellte
er eine Besonderheit dar.Er ist weder Buddha noch einem Gott des
daoistischen Pantheons geweiht,sondern diente dem Chen-Clan zur
Verehrung seiner Ahnen,als Versammlungsort und vor allem den
talentierten Sprößlinge(Kinder) als Akademie zum Studium der
Klassiker.Sie wurde 1894 während der Qing-Zeit fertig gestellt und
gehörte dem großen und mächtigen Clan der Chens.Aus dem Chen-Clan gingen
zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten hervor,so der spätere
Warlord(Militäranhaber) Chen Jiongming und sein Nachfolger Chen
Jitang.Die Mittel für den aufwendigen Bau wurden aus Geldern bezahlt,die
die 72 Oberhäupter des über ganz Guangdong verstreut lebenden Chen-Clans
stellten.Im Komplex befand sich neben der Halle für die Ahnentafeln und
–verehrung u.a. eine Akademie für die Lehre der konfuzianischen
Klassiker,in denen angehörige des Chen-Clans auf die kaiserlichen
Beamtenexamina vorbereitet werden sollten.Insgesamt besteht die Anlage
aus drei Reihen von Hallen,in denen heute das Museum für volkstümliche
Kunst der Provinz Guangdong
untergebracht ist.Die Ahnenhalle war die sichtbare Manifestation
der politischen und wirtschaftlichen Macht eines Clans.Die größten,wie
auch diese hier,bestanden aus drei Haupthallen,die aufwendig
dekoriert wurden.Dachfirste,
Säulen,Türen und Balken wurden aufs Prächtigste mit
Schnitzereien,Skulpturen und Bildern versehen,wobei eine Fülle(Menge)
verschiedener Materialien benutzt wurde.Eine besondere Charakteristik
Guangdongs sind die Tonfiguren,die die Dächer zieren und meist im
Keramikzentrum Shiwan bei Foshan hergestellt wurden.Wichtig war auch die
Konstruktion des Haupttores,das zwei Türgötter zieren.Hierbei soll es
sich um die beiden Generäle Qin Shubao und Yuchi Jingde aus der Frühzeit
der Tang-Dynastie(618-907) gehandelt haben.Als Kaiser Li Shimin im
Fieber glaubte,vor der Tür Dämonen heulen zu hören,bat er die beiden
Generäle,dort Wache zu halten.Danach hörte das Geheul auf und so wurden
fortan Bilder der beiden neben oder an der Innen-bzw.Außenseite der
Türen angebracht.Hinter dem Haupttor befindet sich ein freistehender
Rahmen mit einer weiteren Tür.Da man glaubte,dass Dämonen nur geradeaus
gehen können,diente solche Türen oder auch Mauern als
Schutz,gleichzeitig waren sie eine Sichtblende,denn der erste Hof diente stets als Schauplatz für große Feierlichkeiten
und Bankette. Der 13 200 qm umfassende Komplex(ummauerter Bezirk 80 x
80=6400qm)wurde in sechs Jahren Bauzeit von 1888-94 errichtet.Er umfaßt
sechs Höfe und neun Hallen,die axial in Nord-Südrichtung
angelegt sind.An den Seiten,im Westen und Osten,finden sich jeweils fünf
weitere Räume,die als Studierhallen dienten.Besondere Beachtung
verdienen die üppigen Dachverzierungen der Tempelhallen.Die Dachfirste
sind mit farbig glasierten Keramiken geschmückt,die aus der Manufaktur
von Shiwan stammen.Dabei handelt es sich hauptsächlich um figürliche
Darstellungen- berühmte Szenen aus Legenden und Romanen,die den Schülern
der Akademie bei ihrem Studium der Klassiker als Anschauungsmaterial
dienten.So zeigt der Firstschmuck-27 m lang,2,9 m hoch mit 224
Figuren-der zentralen Haupthalle die Acht Unsterblichen des Daoismus,die
in verschiedenen Szenen abgebildet werden.Auch die üppigen
Holzschnitzereien oder die Reliefs in Stein oder Ziegeln stellen
hauptsächlich Szenen aus Geschichte und Literatur dar.
In der hinteren zentralen Halle der Akademie sind einige Ahnentafeln des
Chen-Clans zu sehen,vor denen früher den verstorbenen Vorfahren geopfert
wurde.Ein Portrait des legendären Kaisers Shennong weist darauf hin,daß
der Chen-Clan ihn als Begründer seiner Ahnenreihe betrachtet.
Anfang des 20,Jh.säkularisierte
man den Tempel.Seither waren in den Hallen verschiedene Schulen und
Behörden untergebracht.1958 wurde die Anlage von Grund auf
renoviert.Heute beherbergt sie ein Museum für Museum für Kunsthandwerk
der Provinz Guangdong.
Naturparadies am Wendekreis des Krebses-Zhaoqing
Zhaoqing ist eine schnell wachsende Stadt rund 118 km westlich von
Guangzhou.Hierher sollte man kommen,wenn man den mit rasender
Geschwindigkeit zusammenwachsenden städtischen Ballungsgebieten des
Perlfluss-Deltas entfliehen möchte und etwas Natur und Landschft
sucht.Hauptattraktion an der Peripherie der Stadt ist der Sieben-sterne-Felsen(Qixing Yan),eine
Gruppe von Karstfelsen,die laut einer Legende einst als Sterne vom
Himmel fielen,um auf der Erde ein Abbild des Großen Wagens zu formen.Ab
1955 wurde die seenreiche Umgebung zu einer weitläufigen Parkanlage
ausgebaut,die nun als Synthese aus der Schänheit der Karstberge von
guilin und der Anmut des West-Sees von Hangzhou gepiesen wird.Guilin wie
Hangzhou gelten beide als Paradies auf Erde und selbstbewusst stellt
sich Zhaoqing noch eine Stufe darüber.Tatsächlich könnte die Landschaft
hier aus einer der wunderschönen Bildrollen chinesischer
Landschaftsmalerei entstammen.Viele Maler ließen sich von der Umgebung
denn auch inspirieren und schufen nicht nur Bilder,sondern hinterließen
in den Felsen auch ihre Handschriften in schwungvollen Kalligrafien,die
die Schönheit der Umgebung besingen.
20km nordöstlich liegt das Natruschutzgebiet
Dinghu Shan und dies sollte das Ziel sein,wenn man mehr als
nur parkähnlich ausgebaute Natur sehen will.schon im 19.Jh.war Guangdong
so stark abgeholzt,dass kaum mehr Wälder existierten.Die Folge waren
Überschwemmungen und unregelmäßige Regenfälle,denen trotz einer starken
Verbreitung von Zhenwu(Beidi-)Tempeln nicht Einhalt geboten werden
konnte.Erstaunlicherweise konnte sich am Dinghu Shan dennoch ein
intaktes subtropisches und immergrünes Monsunwaldgebiet erhalten.Auf
einer Fläche von 1133 ha breitet sich hier ein fast unversehrtes
Äkosystem aus.Wo in anderen Regionen der Welt Wüsten das Bild
beherrschen,findet man hier am Übergang von subtropischer zu tropischer
Zone eine reichhaltige Flora und Fauna,die in das
Biosphären-Schutzprogramm der UNESCO aufgenommen wurde.Die UNESCO
unterhält hier übrigens ein Forschungszentrum.Um den 1004 m hohen Gipfel
wachsen rund 2000 verschiedene Pflanzen,darunter 20 überaus seltene
Arten.Auch zahlreiche Tierarten konnten überleben,darunter der
Leopard.Schöne Berglandschaften zogen schon früh Daoisten und Buddhisten
an,so auch der Dinghu Shan,der seit der Tang-dynastie(618-907) zu einem
beliebten Standort für die Errichtung buddhistischer Tempel wurde,die
man heute über einen Wanderweg erreicht.Bekannt ist der große Tempel
der Weißen Wolke(Baiyun Si),der von dem Mönch Zhichang
gegründet wurde,einem Schüler Huinengs.Er hatte sich auf dem
Yun-Gipfel(Yun Ding)zum Meditieren niedergelassen.Ein weiterer
bedeutender Tempelkomplex stellt der
Qingyun Si am südlichen Fuß des Fenglai Shan dar.Er gehört
mit über hundert Gebäuden zu einer der größten Anlagen im Süden Chinas
überhaupt.Als dritten wichtigen Tempel passiert man schließlich das
Nonnenkloster
Kloster des springenden Drachen(Yuelong An).
Das Klima in Guangzhou:
|
Mon
|
Jan.
|
Feb.
|
Mär.
|
Apr.
|
Mai.
|
Jun.
|
Jul.
|
Aug.
|
Sep.
|
Okt.
|
Nov.
|
Dez.
|
|
Nie
|
7.8
|
11.4
|
14.7
|
15.1
|
17.8
|
20.3
|
16.6
|
16.2
|
13.1
|
6.0 |
5.6
|
6.2 |
|
Tem
|
13.4 |
14.2 |
17.7 |
21.8 |
25.7
|
27.2
|
28.3
|
28.2
|
27.0 |
23.8 |
19.7 |
15.2
|
Mon=Monat Nie=Niederschläger
Tem=Temperatur(°c)
|